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KI-Entwicklung

2026: DeepSeek V4-Flash vs V4-Pro – die richtige Modellwahl

Entwickler und technische Verantwortliche müssen nach dem Ende der alten Modellnamen nicht nur einen Modellnamen ersetzen, sondern ihre Aufgaben neu bewerten. Dieser Vergleich zeigt, wann DeepSeek V4-Flash für schnelle, häufige Aufrufe genügt und wann DeepSeek V4-Pro wegen komplexer Schlussfolgerungen, längerer Agentenketten oder anspruchsvoller Codeänderungen sinnvoller ist. Sie erhalten Entscheidungstabellen, eine Kostenformel, einen fünfstufigen Praxistest und eine Checkliste für die Umstellung.

Wer nach dem Ende von deepseek-chat oder deepseek-reasoner einfach nur den Modellnamen austauscht, kann seine Anwendung am eigentlichen Bedarf vorbeikonfigurieren. Beim Vergleich DeepSeek V4-Flash vs V4-Pro zählt nicht allein die Bezeichnung, sondern ob Sie schnelle Antworten, Denkmodus, Codeänderungen, Werkzeugaufrufe oder mehrstufige Agentenabläufe benötigen. Dieser Beitrag liefert eine Entscheidungstabelle, eine Kostenrechnung, einen fünfstufigen Praxistest und eine Migrationsstrategie für Chat-Anwendungen, Code-Assistenten und KI-Agenten.

Die kurze Entscheidung: Welches Modell passt zu Ihrer Anwendung?

Wenn Ihre Anwendung überwiegend kurze Dialoge, Zusammenfassungen, Klassifikation, Entwürfe oder einfache Suchantworten erzeugt, beginnen Sie mit DeepSeek V4-Flash. Das Modell ist für hohe Aufrufzahlen, geringere Antwortverzögerung und kostensensible Arbeitsabläufe positioniert.

Wenn Ihre Anwendung dagegen mehrere Werkzeuge nacheinander aufruft, umfangreiche Codeänderungen plant, widersprüchliche Anforderungen auflösen muss oder bei Fehlern selbstständig einen neuen Lösungsweg finden soll, ist DeepSeek V4-Pro der bessere Kandidat. Das gilt besonders dann, wenn ein einzelner fehlerhafter Agentenlauf deutlich teurer ist als einige zusätzliche Ausgabetoken.

Anforderung Geeigneter Startpunkt Warum
Kunden- oder interne Chat-Anfragen DeepSeek V4-Flash Niedrige Latenz und hohe Parallelität sind wichtiger als maximale Schlussfolgerungstiefe
Zusammenfassungen und Inhaltsentwürfe DeepSeek V4-Flash Viele Aufgaben sind klar begrenzt und benötigen keinen langen Denkprozess
Code-Erklärung und kleine Korrekturen DeepSeek V4-Flash Für lokale Änderungen genügt häufig der schnelle Modus
Architekturentscheidungen und komplexe Fehlersuche DeepSeek V4-Pro Mehrstufige Abwägungen und Nebenbedingungen werden wichtiger
Mehrere Werkzeugaufrufe in einer Aufgabe Zunächst beide testen Die Erfolgsquote und die Zahl der Wiederholungen entscheiden
Länger laufender KI-Agent DeepSeek V4-Pro oder gemischter Einsatz Kritische Schritte können ein stärkeres Modell benötigen, Routine-Schritte nicht
Sehr hohe tägliche Aufrufzahl DeepSeek V4-Flash Die Kosten- und Parallelitätsseite spricht meist für Flash
Datenschutzkritische interne Tests Isolierte Umgebung Die Modellwahl ersetzt keine Prüfung von Datenfluss, Protokollen und Zugriffsrechten

Die wichtigste Empfehlung lautet daher: Flash als Standard, Pro als gezielte Eskalationsstufe. Ein gemischter Ablauf ist oft wirtschaftlicher als die Entscheidung für nur ein einziges Modell.

Warum die alten Modellnamen nicht einfach ersetzt werden sollten

Die offiziellen API-Dokumente nennen den 24.07.2026 um 15:59 Uhr UTC als Zeitpunkt, zu dem deepseek-chat und deepseek-reasoner nicht mehr verfügbar sein sollen. Bis dahin entsprechen die beiden alten Namen dem nicht denkenden beziehungsweise denkenden Modus von DeepSeek V4-Flash. Die offizielle Dokumentation führt daneben deepseek-v4-flash und deepseek-v4-pro als aktuelle Modellnamen auf. (API-Dokumentation zu Preisen und Modellen)

Das erzeugt eine wichtige Übergangsfalle:

  1. deepseek-chat war bisher ein bequemer Name für einen nicht denkenden Ablauf.
  2. deepseek-reasoner stand für einen denkenden Ablauf.
  3. Beide alten Namen bilden jedoch nicht automatisch die vollständige Qualitäts- und Kostenlogik von V4-Flash und V4-Pro ab.
  4. Ein Wechsel auf deepseek-v4-pro verändert möglicherweise Latenz, Ausgabemenge und Kosten.
  5. Ein Wechsel auf deepseek-v4-flash kann bei komplexen Aufgaben zusätzliche Wiederholungen oder manuelle Nacharbeit verursachen.

Die Frage „Welches Modell ist nach der Abschaltung von deepseek-chat die richtige Wahl?“ lässt sich deshalb nicht mit einer universellen Zuordnung beantworten. Für einfache Aufgaben ist V4-Flash meist der sachgerechte Ersatz. Für Aufgaben, die bisher ausdrücklich auf Denkmodus und längere Schlussfolgerungen angewiesen waren, müssen Sie V4-Pro und V4-Flash im Denkmodus gegeneinander testen.

DeepSeek V4-Flash und V4-Pro: die technischen Unterschiede

Nach den offiziellen Modellangaben unterstützen beide Modelle einen Kontext von 1 Million Token, eine maximale Ausgabe von bis zu 384.000 Token, strukturierte JSON-Ausgaben und Werkzeugaufrufe. V4-Flash unterstützt sowohl den denkenden als auch den nicht denkenden Modus; V4-Pro ist ebenfalls für beide Modi vorgesehen. (Offizielle DeepSeek-Preistabelle)

Der Unterschied liegt daher nicht in einer einfachen Trennung „Flash ohne Denken, Pro mit Denken“. Beide Modelle können je nach API-Konfiguration in unterschiedlichen Modi betrieben werden. V4-Flash ist vielmehr auf Effizienz und Geschwindigkeit ausgelegt, während V4-Pro für anspruchsvollere Aufgaben mit höherem Qualitätsanspruch gedacht ist. Die offizielle Vorstellung beschreibt V4-Flash als kleiner, schneller und kostengünstiger und hebt bei V4-Pro besonders Agentenfähigkeit, Weltwissen und komplexe Schlussfolgerungen hervor. (Offizielle Vorstellung der DeepSeek-V4-Modelle)

Kriterium DeepSeek V4-Flash DeepSeek V4-Pro
Hauptaufgabe Schnelle Standardantworten Komplexe Analyse und Planung
Denkmodus Verfügbar Verfügbar
Kontextlänge 1 Mio. Token 1 Mio. Token
Maximale Ausgabe Bis zu 384.000 Token Bis zu 384.000 Token
Werkzeugaufrufe Unterstützt Unterstützt
Typische Stärke Niedrige Latenz und Kosten Höhere Reserven bei schwierigen Aufgaben
Geeignete Rolle Standardmodell und erste Agentenstufe Eskalationsmodell für kritische Schritte
Typisches Risiko Mehr Nacharbeit bei schwierigen Abläufen Höhere Kosten und längere Antwortzeit

Die Zahlen zur Kontextlänge und maximalen Ausgabe sind API-Grenzen, keine Garantie dafür, dass jede Anwendung bei maximaler Auslastung stabil oder wirtschaftlich arbeitet. Ein 1-Million-Token-Kontext kann die Verarbeitung verlangsamen, die Treffergenauigkeit verringern und die Kosten erhöhen, wenn große Teile nicht aus dem Cache bedient werden.

Wenn Sie bisher deepseek-chat verwendet haben

Für Anwendungen mit deepseek-chat ist DeepSeek V4-Flash normalerweise der erste Prüfpunkt. Das betrifft etwa:

  • interne Frage-Antwort-Systeme;
  • Support- und Wissensdatenbankdialoge;
  • Zusammenfassungen von Dokumenten;
  • Extraktion strukturierter Felder;
  • Produktbeschreibungen und Entwürfe;
  • einfache Such- und Datenbankabfragen;
  • hohe Mengen kurzer API-Anfragen.

Sie sollten dennoch nicht nur die Antwort lesen, sondern den kompletten Ablauf prüfen. Bei einem Chat-System können beispielsweise falsche JSON-Felder, unklare Quellenangaben oder unnötig lange Antworten die nachgelagerte Anwendung beschädigen.

Nutzen Sie V4-Pro nur dann als Standard, wenn Ihre Messung einen konkreten Vorteil zeigt. Ein stärkeres Modell kann zwar einzelne Antworten verbessern, aber bei zehntausenden täglichen Aufrufen auch die Rechnung und die Wartezeit unnötig erhöhen. Für viele Standarddialoge ist eine kontrollierte Eskalation sinnvoller: V4-Flash beantwortet die Anfrage, und nur bei niedriger Konfidenz, widersprüchlichen Daten oder einer komplexen Folgefrage wird V4-Pro aufgerufen.

Wenn Sie bisher deepseek-reasoner verwendet haben

Die Frage „Welches Modell ist der passende Nachfolger von deepseek-reasoner?“ führt häufig direkt zu V4-Pro. Das ist bei anspruchsvollen Aufgaben plausibel, aber nicht zwingend richtig. Der alte Modellname bezeichnete vor allem den Denkmodus. Er war kein Beweis dafür, dass jede Anfrage die höchste Modellstufe benötigte.

Prüfen Sie Ihre bisherigen Aufgaben nach diesen Kriterien:

  1. Muss das Modell mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllen?
  2. Muss es einen Plan erstellen und anschließend Werkzeuge in der richtigen Reihenfolge aufrufen?
  3. Führt ein kleiner Fehler zu falschen Daten, beschädigten Dateien oder einem fehlerhaften Deployment?
  4. Werden Antworten durch Tests, Rückfragen oder Gegenprüfungen validiert?
  5. Entsteht ein großer Teil der Kosten durch wiederholte Agentenläufe?

Wenn Sie mindestens drei Fragen mit „Ja“ beantworten, sollte V4-Pro in den Vergleich aufgenommen werden. Wenn es sich dagegen hauptsächlich um mathematische Einzelaufgaben, strukturierte Extraktion oder klar formulierte Codefragen handelt, kann V4-Flash im Denkmodus ausreichend sein.

Bei Werkzeugaufrufen im Denkmodus müssen Sie außerdem den Gesprächszustand korrekt weitergeben. Die offizielle Anleitung weist darauf hin, dass reasoning_content bei weiteren Anfragen erhalten bleiben muss, wenn ein denkender Ablauf Werkzeuge verwendet. Wird dieser Teil falsch behandelt, kann die API die nächste Anfrage ablehnen. (Leitfaden zum Denkmodus)

Code, lange Dokumente und KI-Agenten

Code-Assistenten

Bei Code-Assistenten sollten Sie zwischen Erklärung, Änderung und Verifikation unterscheiden. Für eine Erklärung einer einzelnen Funktion ist V4-Flash oft ausreichend. Für Änderungen über mehrere Dateien hinweg ist die Frage wichtiger, ob das Modell Abhängigkeiten, Tests und Seiteneffekte zuverlässig berücksichtigt.

Ein sinnvoller Ablauf sieht so aus:

  • V4-Flash analysiert Datei und Fehlermeldung.
  • V4-Flash erstellt einen kleinen Änderungsvorschlag.
  • Ein automatischer Test prüft die Änderung.
  • Bei einem Fehlschlag wird entweder erneut mit verbessertem Kontext gefragt oder V4-Pro eingesetzt.
  • V4-Pro übernimmt Architekturänderungen, schwierige Fehlersuche oder widersprüchliche Anforderungen.

Dadurch wird nicht jeder einfache Schritt mit der teureren Modellstufe ausgeführt.

Lange Dokumente

Beide V4-Modelle verfügen laut offizieller Preisseite über 1 Million Token Kontext. Das ist für umfangreiche Handbücher, Quelltextbestände und Vertragsarchive relevant. (Offizielle Informationen zum Kontextfenster)

In der Praxis sollten Sie trotzdem nicht automatisch das gesamte Archiv in jede Anfrage laden. Besser ist:

  1. Dokumente normalisieren und versionieren.
  2. Einen festen System- und Dokumentpräfix verwenden.
  3. Nur die für die konkrete Frage relevanten Abschnitte ergänzen.
  4. Quellenstellen und Seitenangaben als Pflichtfelder definieren.
  5. Antworten gegen bekannte Referenzfragen testen.

Die Kontextlänge allein garantiert keine zuverlässige Suche. Entscheidend sind die Qualität der Auswahl, die Reihenfolge des Präfixes und die Prüfung der Antwort.

KI-Agenten

Bei Agenten ist die Modellwahl eine Kosten- und Stabilitätsentscheidung. Ein Agent mit fünf Werkzeugaufrufen kann bei einem einzigen Fehler mehrere zusätzliche Durchläufe erzeugen. Deshalb ist die Erfolgsquote der vollständigen Aufgabe wichtiger als die Qualität einer einzelnen Antwort.

V4-Flash eignet sich für standardisierte Schleifen mit klaren Werkzeugdefinitionen. V4-Pro ist sinnvoll, wenn der Agent:

  • unvollständige Anforderungen interpretieren muss;
  • mehrere Werkzeuge dynamisch auswählen muss;
  • Fehlerursachen unterscheiden muss;
  • Änderungen an mehreren Dateien plant;
  • vor einer kritischen Aktion eine Gegenprüfung ausführen soll.

Die offiziellen Werkzeugaufruf-Dokumente bestätigen, dass beide aktuellen V4-Modelle Werkzeugaufrufe unterstützen. Der Denkmodus kann ebenfalls Werkzeugaufrufe verwenden. (Dokumentation zu Werkzeugaufrufen)

Die vollständigen Kosten richtig berechnen

Vergleichen Sie nicht nur den Preis pro 1 Million Token. Nach der offiziellen Preistabelle liegen die veröffentlichten Werte für V4-Flash bei 0,0028 US-Dollar pro Million Cache-Hit-Token, 0,14 US-Dollar pro Million Cache-Miss-Token und 0,28 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token. Für V4-Pro nennt dieselbe Tabelle 0,003625 US-Dollar, 0,435 US-Dollar und 0,87 US-Dollar. Preise können geändert werden und sollten vor der Abrechnung erneut geprüft werden. (Offizielle Preistabelle von DeepSeek)

Die Grundformel lautet:

Kosten =
(Cache-Hit-Token × Cache-Hit-Preis)
+ (Cache-Miss-Token × Cache-Miss-Preis)
+ (Ausgabe-Token × Ausgabe-Preis)

Für Agenten ergänzen Sie:

Aufgabenkosten =
Kosten aller Durchläufe
+ Kosten der Wiederholungen
+ Kosten zusätzlicher Werkzeugaufrufe
+ interne Kosten für Nachprüfung und Fehlerbehandlung

Ein günstiger Flash-Aufruf ist nicht automatisch wirtschaftlicher, wenn er eine Aufgabe nur mit drei Wiederholungen abschließt. Umgekehrt kann Pro unnötig teuer sein, wenn es eine klar begrenzte Extraktion erledigt, die Flash bereits im ersten Durchlauf korrekt lösen würde.

Das Kontext-Caching arbeitet nach offiziellen Angaben präfixbasiert und automatisch. In der Antwort können prompt_cache_hit_tokens und prompt_cache_miss_tokens ausgewertet werden. Ein Cache-Treffer ist jedoch nicht garantiert; veränderte Systemanweisungen, wechselnde Dokumentreihenfolgen oder ein anderer Präfix können die Einsparung verhindern. (Informationen zum Kontext-Caching)

So testen Sie beide Modelle mit Ihren eigenen Aufgaben

Führen Sie die Auswahl nicht mit einer einzigen Beispielanfrage durch. Verwenden Sie mindestens fünf Aufgabengruppen und jeweils mehrere reale, zuvor anonymisierte Fälle.

  1. Datensatz festlegen: Sammeln Sie repräsentative Chat-, Code-, Dokument- und Agentenaufgaben. Entfernen Sie personenbezogene und vertrauliche Daten.
  2. Eingaben einfrieren: Verwenden Sie dieselben Systemanweisungen, Werkzeugschemata, Dokumente und Parameter für beide Modelle.
  3. Abnahmekriterien definieren: Legen Sie vor dem Test fest, was als korrekt gilt. Beispiele sind gültiges JSON, bestandene Tests, richtige Quellenstellen oder eine vollständig ausgeführte Werkzeugkette.
  4. Beide Modi prüfen: Testen Sie V4-Flash nicht nur im nicht denkenden Modus. Vergleichen Sie ihn auch im Denkmodus mit V4-Pro.
  5. Messwerte erfassen: Protokollieren Sie Antwortzeit, Eingabe- und Ausgabetoken, Cache-Treffer, Werkzeugfehler, Wiederholungen und Erfolgsquote.
  6. Fehler klassifizieren: Trennen Sie sachliche Fehler, Formatfehler, Werkzeugfehler, Zeitüberschreitungen und Sicherheitsverletzungen.
  7. Betriebsmodell festlegen: Entscheiden Sie danach, ob Sie Flash als Standard, Pro als Eskalation oder Pro für eine eigene Aufgabenklasse einsetzen.

Für einen fairen Vergleich sollten Temperatur, maximale Ausgabe, Zeitüberschreitungen und Wiederholungslogik nicht heimlich zwischen den Modellen verändert werden. Gleichzeitig müssen Sie realistische Grenzen setzen: Ein Modell, das nur durch unbegrenzte Wiederholungen erfolgreich ist, ist für den Betrieb nicht automatisch geeignet.

Testprotokoll in der isolierten ZilCloud-Umgebung

Für eine belastbare Entscheidung sollte der Vergleich in einer isolierten Umgebung erfolgen, nicht auf dem privaten Rechner eines einzelnen Entwicklers. In einer ZilCloud-Umgebung können Sie für beide Modelle getrennte API-Schlüssel, identische Testdaten, reproduzierbare Laufprotokolle und klar begrenzte Berechtigungen verwenden.

Das Protokoll sollte mindestens diese Felder enthalten:

Messfeld Zweck
Aufgabentyp Vergleich von Chat, Code, Dokument und Agent
Modell und Modus Trennung von Flash, Flash-Denkmodus und Pro
Antwortzeit Messung der wahrgenommenen und technischen Latenz
Eingabe- und Ausgabetoken Grundlage der Kostenberechnung
Cache-Treffer Prüfung wiederverwendeter Präfixe
Werkzeugaufrufe Kontrolle der Reihenfolge und Parameter
Wiederholungen Sichtbarkeit versteckter Mehrkosten
Erfolgsquote Messung der vollständig gelösten Aufgaben
Fehlerklasse Grundlage für gezielte Nachbesserungen

Vermeiden Sie es, aus einem einzelnen Lauf eine allgemeingültige Aussage abzuleiten. Ergebnisse hängen unter anderem von Eingabelänge, Werkzeugdefinitionen, Parallelität, Region, Netzwerkweg und Datenstruktur ab. Bei personenbezogenen Informationen sollten Sie die Anforderungen der DSGVO, Aufbewahrungsfristen und Zugriffsrechte vor dem Test festlegen. Weitere Informationen zur Umgebung und zu verfügbaren Optionen finden Sie in der ZilCloud-Übersicht für deutsche Nutzer.

Die häufigsten Fehlentscheidungen

Mechanische Zuordnung alter Namen

deepseek-chat wird zu Flash, deepseek-reasoner wird zu Pro“ ist als grobe Startregel brauchbar, aber als endgültige Architekturentscheidung zu einfach. Der alte Name beschreibt nicht automatisch die heutige optimale Modellstufe.

Denkmodus mit Modellstufe verwechseln

V4-Flash kann ebenfalls im Denkmodus betrieben werden. Testen Sie deshalb drei Varianten: Flash ohne Denken, Flash mit Denken und Pro mit Denken. Für bestimmte Aufgaben kann Flash mit Denkmodus ein gutes Verhältnis aus Qualität und Kosten bieten.

Nur den Einzelpreis vergleichen

Bei Agenten zählen Wiederholungen, Werkzeugfehler, Prüfungen und menschliche Nacharbeit. Erfassen Sie die Kosten pro erfolgreich abgeschlossener Aufgabe, nicht nur pro API-Antwort.

Werkzeugaufrufe nicht erneut testen

Eine normale Chat-Antwort kann korrekt aussehen, während der Werkzeugaufruf ein falsches Argument, ein ungültiges JSON-Schema oder eine falsche Reihenfolge erzeugt. Gerade bei Denkmodus-Aufrufen müssen Sie die Weitergabe des Gesprächszustands prüfen.

Datenschutz erst nach dem Pilotprojekt berücksichtigen

Testdaten, Protokolle, API-Schlüssel und Dokumentpräfixe können vertrauliche Informationen enthalten. Verwenden Sie anonymisierte Daten, getrennte Berechtigungen und eine definierte Löschroutine, bevor Sie reale Kundendaten einsetzen.

Fazit: Nicht das stärkste, sondern das passende Modell als Standard

Für die meisten neuen Anwendungen ist DeepSeek V4-Flash der vernünftige Ausgangspunkt: schnellere Standardantworten, geringere laufende Kosten und eine gute Eignung für klar strukturierte Aufgaben. DeepSeek V4-Pro sollte dort eingesetzt werden, wo komplexe Planung, mehrstufige Werkzeugketten oder teure Fehler eine höhere Erfolgsquote rechtfertigen.

Ein direkter Wechsel von alten Modellnamen zu neuen Modellnamen löst dagegen nicht automatisch Ihre Betriebsfragen. Sie müssen Denkmodus, Cache-Treffer, Werkzeugaufrufe, Wiederholungen und Aufgaben-Erfolgsquote gemeinsam bewerten.

Wenn Sie beide Modelle parallel testen, getrennte Code-Umgebungen benötigen oder einen Agenten vor dem produktiven Einsatz regressionssicher prüfen möchten, ist eine isolierte Mietumgebung praktischer als ein einzelner lokaler Rechner. Ein lokaler Rechner bietet zwar direkte Kontrolle, hat aber begrenzte Parallelität, erschwert reproduzierbare Teamtests und vermischt Entwicklungs- mit Produktionszugriffen. Mit einer zeitlich begrenzten Mac-Umgebung von ZilCloud können Sie Testdauer, Aufgabenart und Zugriffstrennung gezielter planen. Einen Überblick über verfügbare Optionen erhalten Sie auf der Seite Mac-Umgebungen mieten; für die konkrete Kalkulation können Sie außerdem die ZilCloud-Preisinformationen prüfen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die beste Wahl, wenn deepseek-chat abgeschaltet wird?

Für einfache Dialoge, Zusammenfassungen, Inhaltsentwürfe und hohe Aufrufzahlen ist DeepSeek V4-Flash meist der sinnvollere Startpunkt. Prüfen Sie vor der endgültigen Umstellung jedoch Werkzeugaufrufe und Antwortqualität mit eigenen Aufgaben.

Auf welches Modell soll ich deepseek-reasoner migrieren?

DeepSeek V4-Pro ist die naheliegende Wahl für anspruchsvolle Schlussfolgerungen und mehrstufige Agentenaufgaben. Für leichtere Denkaufgaben kann auch DeepSeek V4-Flash im Denkmodus ausreichen.

Sind DeepSeek V4-Flash und V4-Pro gleich schnell?

Nein. DeepSeek V4-Flash ist auf geringere Latenz und hohe Auslastung ausgerichtet. V4-Pro bietet mehr Reserven für komplexe Aufgaben, kann dadurch aber länger rechnen und höhere Kosten verursachen.

Wie vergleichen Sie die beiden Modelle fair?

Verwenden Sie identische Eingaben, Werkzeugschemata, Daten und Abnahmekriterien. Messen Sie nicht nur den Preis pro Token, sondern auch Latenz, Wiederholungen, Werkzeugfehler und die Erfolgsquote der vollständigen Aufgabe.

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